Richtlinie zur Telearbeit muss kommen:
Das Land geht mit gutem Beispiel voran, muss aber einen rechtsverbindlichen Rahmen setzen, wie aus der Beantwortung einer Kleinen Anfrage hervorgeht. Regelungen und die technische Ermöglichung von Home Office sind seit Ausbrauch der Pandemie stark vorangebracht worden. Die Anzahl der Mitarbeitenden in den Ministerien und nachgeordneten Bereichen, die regelhaft im Home Office arbeiten, ist dadurch deutlich gestiegen. Betrachtet man die Behörden, für die die Zahlen für 2016 und 2020 vorliegen, ist ein Aufwuchs von 529 auf knapp 3.500 festzustellen.
Es ist wichtig, dass das Land hier vorangeht. Schließlich verlangen wir auch von der Privatwirtschaft, wo immer es möglich ist, Home Office umzusetzen. Das gelingt manchen Ministerien mit einer Quote von etwa 50% an Mitarbeitenden, die regelhaft im Home Office arbeiten, schon gut. Damit dies flächendeckend gelingt, ist es dringend erforderlich, die in Arbeit befindliche Rahmenrichtlinie zur Telearbeit baldigst fertig zu stellen und in Kraft zu setzen.
Die geschilderten guten Erfahrungen und Vorteile des Home Office zeigen eindrücklich: Auch nach Corona wird das mobile Arbeiten eine weit stärkere Rolle spielen. Das begrüße ich außerordentlich. Denn so machen wir Sachsen-Anhalt für die Zukunft pandemiefest. Ganz zu schweigen vom Potential zur Verkehrsvermeidung und für den Klimaschutz, wenn das tägliche Pendeln in Größenordnungen überflüssig wird. Vieles kann vom heimischen Schreibtisch aus erledigt werden. Lebenszeit vergeuden wir dann nicht mehr im morgendlichen Stau.
Als Grüne wollen wir mobiles Arbeiten in Zukunft durch die Förderung von Co-Working Spaces und Dorf-Büros weiter befördern. Das heißt für alle nutzbare Arbeitsräume samt technischer Infrastruktur, IT-Sicherheit und etwa gastronomischen Angeboten, die flexibles Arbeiten vor Ort in einem professionellen Setting erlauben.
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