Existenzbedrohende Auflagen an Gänse-Haltung im Landkreis Anhalt-Bitterfeld
Die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen unterstützt die Freilandhaltung von Gänsen in Sachsen-Anhalt. Hintergrund sind die Auflagen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld an den Landwirt Mathias Mösenthin in Deetz. „Die Freilandhaltung ist für die Tiere wesentlich besser als Massentierhaltung. Deshalb unterstützen wir diese Haltungsform ganz klar. Wenn Mathias Mösenthin seine Klage verliert, ist ernsthaft zu befürchten, dass es bald keine Freilandhaltung mehr gibt“, sagt Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.
Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat ihm Auflagen erteilt, unter anderem eine ganzjährige und engmaschige Abdeckung seines sechs Hektar großen Maisfeldes, auf dem seine Freilandgänse laufen. Als Grund wird eine potentielle Infektion durch die Vogelgrippe genannt. „Es ist mir unverständlich, dass er mit Auflagen belegt wird, die nach meiner Kenntnis bundesweit einmalig sind. Diese Forderungen führen das Label der Freilandhaltung ad absurdum“, so Lüddemann, die sich als regionale zuständige Abgeordnete vor Ort ein Bild der Lage gemacht hat.
„Dieses gerichtliche Verfahren ist von existenzieller Bedeutung für Gänsehalterinnen und Gänsehalter, vermutlich für die Geflügelhaltung in ganz Deutschland. Ich unterstütze deshalb die Petition, die an den Landtag eingereicht wurde“, so Lüddemann. In der Petition macht Mösenthin deutlich, dass die Auflagen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld ein Verbot von Freilandhaltung im Landkreis gleichkommt. Sie wird am 28. Juni im Petitionsausschuss des Landtags behandelt.
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